Vorträge der 22. Tierheilpraktikertage

Freitag, 19.06.2020:

Beginn: 19:30 Uhr – Begrüßung aller Kongressteilnehmer durch die Vorsitzende der Kooperation – anschließend:

Eröffnungsvortrag: Dr. Hannes Proeller

„Aktuelle Studien zur Homöopathie“

Beschreibung folgt…

Samstag, 20.06.2020:

V1.1 + V1.2 „Bewegungslernen – Biomotorik und Sensopathie“

Referenten: Monika und Roland Pausch

 Biomechanik ohne Biomotorik geht nicht. Ohne die Organisation der Nervensysteme sind die einzelnen Körperteile, Strukturen, Organe und Systeme führungslos und auf die Ideen der Willkürmotorik angewiesen. Die Biomotorik stellt deshalb eine unverzichtbare Grundlage für alle therapeutischen Ansätze dar.

Die Biomotorik und die Sensopathie  stehen deshalb ganz im Zeichen der körperlichen Vorgänge des Pferdekörpers. Zusammen mit der Auslösung von Primitivreflexen und der  Begleitung der  Sensopathie ist die Biomotorik – die körperliche Eigenwahrnehmung und das eigene Körpergefühl, ein Weg in die Nervensysteme und in die Informationslogistik des eigenen Körpers. Die spinalen Bewegungsreflexe lösen einen Körperprozess aus,  der in den Bewegungsarealen des Gehirns stattfindet – immer gesteuert vom eigenen Körper. Nicht vom Menschen. Diese Vortragsreihe wird Ihnen das Biomotorische Training mit seinen motorischen und sensopathischen Zielen näherbringen.

Diese Vortragsreihe sollte idealer Weise zusammengebucht werden!

V2 „Richtig entgiften – aber natürlich“

Referentin: THP Ulrike Ehmig

 Der Begriff „Detox“ ist in aller Munde, viele Menschen führen eine „Entschlackung“ durch, um sich von schädigenden Umwelteinflüssen oder bei bzw. nach Krankheiten zu „reinigen“. Dabei gibt es unzählige Möglichkeiten der Durchführung und Zusammensetzung der Mittel, seien es Homöopathika, Phytotherapeutika, Nahrungsergänzungsmittel oder Heilpilze. Viele fragen sich, wozu eine Entgiftung außerdem gut ist, wie sie funktioniert und wie sie bei Tieren angewendet wird. Neben denwissenschaftlichen Grundlagen zu beteiligten Geweben (eine ganz zentrale Rolle spielen dabei das Bindegewebe und der Darm) und den „Schlacken“ werden in diesem Seminar Fragen zu Funktion und Nutzen der Entgiftung beantwortet sowie detaillierte Entgiftungsschemata aufgezeigt.

V3 „Ein guter Start mit Phytotherapie – Heilpflanzen bei Trächtigkeit und Jungtieren“

Referentin: Dr. med. vet. Silke Stricker

Beschreibung folgt…

V6 „Neue Mittel in der Homöopathie – ist eine Anwendung in der Tiermedizin sinnvoll?“

Referentin: THP Barbara Wiehn

Es gibt eine Vielzahl neuer Mittel in der Homöopathie die heute eingesetzt werden. Dafür gibt es mit Sicherheit zahlreiche gute Gründe.

Studiert man jedoch die alten Meister und liest in deren Matericae medicae genau nach, erkennt man sehr schnell – in den klassischen Mitteln steckt:

– bei akribischerAnamnese

– entsprechendem Studium der Mat. medica

– gut durchdachter Verordnung und Potenzwahl

eine so starke Kraft , dass sie aktuell bei akuten, chronischen, einseitigen und stark destruktiven Erkrankungen nichts an ihrer Bedeutung eingebüßt haben. Dies wird an Hand von einigen Fallbeispielen, mit den aufgezeichneten Wegen zur Mittel- und Potenzwahl, sowie der Begründung für die Mittelwahl praxisnah dar gestellt.

V7 „Das Immunsystem effektiv unterstützen – Grundprinzip der Mikroimmuntherapie“

Referentin: THP Claudia Müller

Die Mikroimmuntherapie ist eine integrative Behandlungsform, die sich mit anderen komplementärmedizinischen Ansätzen und mit der Schulmedizin kombinieren lässt. Ihr Ziel ist es, eine unzureichende oder fehlgeleitete Immunantwort zu regulieren, sodass eine angemessene Immunantwort wiederhergestellt wird.

Zum Einsatz kommen immunkompetente Substanzen wie Zytokine, Wachstumsfaktoren und spezifische Nukleinsäuren in niedrigen Dosierungen (C3 bis C30, vereinzelt K-Potenzen). Die Verabreichung erfolgt sublingual und in Sequenzen. So wird die kaskadenartig ablaufende Immunreaktion imitiert und dabei so moduliert, dass das Immunsystem zu einer effizienten Wirkweise zurückfindet.

Anhand von praktischen Fallbeispielen wie z.B. Autoimmun- und Krebserkrankungen soll der synergistische Einsatz der Mikroimmuntherapie in der Tiermedizin illustriert werden. Diese Therapiestrategie erzielte nicht nur eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität des Tieres, sondern führte z. T. auch zu einer langfristigen Remission des behandelten Krankheitsbildes.

V8.1 + V8.2 „Fallanalyse mit C. M. Bogers General Analytics“

Referent: Dr. phil. Jens Ahlbrecht (HP)

In dem Bestreben, Information über den Arbeitsschritt der Generalisierung zu verdichten, reduzierte der amerikanische Homöopath Cyrus Maxwell Boger (1861-1935) in seinem genialen Kurzrepertorium General Analysis die Symptomreihen der homöopathischen Arzneien auf 370 Rubriken, die im Durchschnitt nicht mehr als 15 Arzneien enthalten.

Im Unterschied zu J. T. Kent legte er den Schwerpunkt seiner Fallanalyse auf die Erfassung der anatomischen Wirksphäre (betroffenes Organ/Gewebe, Art des pathologischen Prozesses und dessen objektive Zeichen) und der damit verbundenen Modalitäten. Dadurch ist Bogers Konzept gerade auch für den Einsatz im Veterinärbereich besonders geeignet.

Die generalisierten Geniusrubriken des General Analysis ermöglichen es dem Behandler, die homöopathische Verordnung auf die wesentlichen Charakteristika der gesamten Krankheitsdynamik zu gründen. Mit ihnen läßt sich der Kreis der in Frage kommenden Arzneien höchst verläßlich auf eine überschaubare Gruppe von Arzneien eingrenzen; die endgültige Differenzierung erfolgt dann über die Materia medica.

Den Schwerpunkt des Seminars bildet die enorme Praxisrelevanz dieses Ansatzes. Nach einer kurzen Einführung in die Denkweise Bogers und die daraus abgeleiteten Arbeitswerkzeuge General Analysis (und Synoptic Key) sowie die Konsequenzen im Hinblick auf die Fallanalyse wird anhand von Fallbeispielen gezeigt, wie mit der Boger-Methode die verschiedenen Facetten eines Falles auf geradezu verblüffende Weise durch wenige prägnante Rubriken erfaßt werden können.

Diese Vortragsreihe sollte idealer Weise zusammengebucht werden!

V10.1 – V10.4 „Quintessenz der AOE – Akupunktorientierte Energiearbeit“

Referent: Dr. med. vet. Christian Torp

Geschichte

In den Jahren 2002/2003 entwickelte Dr. Torp die Einnadeltherapie, die besagt, dass sich das gesamte Meridian System gemäß der traditionell chinesischen Medizin mit der Behandlung eines einzigen Punktes freischalten lässt, egal wie hoch die Anzahl druckdolenter Punkte ist.

2005 beobachtete er, dass es keinen Unterschied macht, ob er eine Akupunkturnadel sticht oder den Therapiepunkt nur „denkt“. Damit war die Mentalpunktur geboren, die er zuerst nur sporadisch (v.a. bei Fohlen und an einigen Punkten der Hintergliedmaße des Pferdes) einsetzte, bis er 2008 die Nadel völlig wegließ. In diesen Jahren (2005 – 2008) entwickelte Dr. Torp auch eine kinesiologische Testmethode, die er direkt am Tier anwendet und die mehr und mehr zu seinem wichtigsten Werkzeug in der Therapie wurde.

Durch das Weglassen der Nadel war schnell die Begrenzung des Meridiansystems gesprengt. Torp lernte schnell auch Extrapunkte, dann Gelenke, Organe, usw. zu behandeln. Durch Kontakte zu anderen Therapeuten flossen viele Elemente aus der Chiropraktik, Osteopathie, Physiotherapie, Kinesiologie, Tierkommunikation, usw. in sein Behandlungskonzept ein. Der neue Begriff „Akupunkturorientierte Energiearbeit (AOE)“ wird dieser Entwicklung seines Erachtens am gerechtesten.

Grundgedanken

„Heilung ist immer möglich“ Diese Aussage des Dalaih Lama hat der Referent zu seinem Leitsatz gemacht. Es gibt also nicht den unheilbaren Patienten oder anders gesagt, bei jedem Patienten macht die Anwendung der AOE Sinn. Dabei bleibt er aber fern von jeglichem Heilversprechen.

Gemäß der chinesischen Definition von Gesundheit „Das Qi fließt frei und ungehindert durch alle Körperbereiche. Yin und Yang sind im Gleichgewicht“ braucht man sich nicht der Krankheit oder der Symptome zu widmen, sondern lediglich dem gestörten Energiefluss. Dazu bedarf es eines eigenen kompletten Diagnosesystems, das dieser Forderung gerecht wird, also Störungen im Energiefluss spürbar und sichtbar macht. Die Therapie besteht dann konsequenterweise in der Lösung aller gefundenen Blockaden.

Die AOE ist also ein empirisch entwickeltes Diagnose/Therapiesystem. Dr. Torp bezeichnet es als wissenschaftlich, weil es reproduzierbar, demonstrierbar, lehr- und lernbar ist.

Erwähnenswert scheint ihm die Tatsache, dass die AOE aus seiner eigenen Beobachtung entstanden ist. Er erlernte die Homöopathie und Akupunktur, aber weder die Kinesiologie, die Quantenheilung, Osteopathie, usw., fand dort aber häufig, oft erst im Nachhinein, den theoretischen Unterbau für das Funktionieren der Anwendungen.

Charakterisierung

  • Die Aussagen der AOE gelten für die Präventivmedizin und die Therapie chronischer Erkrankungen.
  • Diagnostische Punkte und Areale führen direkt zu den Therapiepunkten, bzw. den heilenden Gedanken, ohne den Umweg über Symptome, erkrankte Organe, Gelenke, usw.
  • Durch den Zusammenhang reaktiver Punkt – Heilimpuls lässt sich die Wirksamkeit des Heilgedankens immer sofort überprüfen und demonstrieren.
  • Heilimpulse werden nicht wiederholt. Zeigt sich eine Blockade wiederholt, so wird die Lösung über andere Gedanken stattfinden. Damit ist eine ursächliche Therapie garantiert und der Patient nähert sich mit jeder Behandlung dem Ideal der vollkommenden Gesundheit.
  • Die AOE befindet sich in ständiger Weiterentwicklung gemäß dem Grundgedanken, dass Heilung immer möglich ist. Grundsätzlich ist jede Therapiemethode in die AOE integrierbar. Die Begrenzung ist unsere eigene Vorstellung.
  • Das Schwierigste ist die Einfachheit zu erklären. Da sich unser medizinisches Denken gewöhnlich in der dreidimensionalen Welt bewegt (Kausalzusammenhänge, alles ist erklärbar, usw.), die AOE aber in der vierten bis sechsten Dimension zu Hause ist (Quantenphysik, Subjektivität, usw.) bedarf es eines Loslassens, Vertrauens und großer Toleranz.
  • In ca. 90 % aller Fälle führt die AOE innerhalb von 1 bis 4 Behandlungen zu einer deutlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes.
  • Die AOE ist ergebnisorientiert, damit im wahrsten Sinne des Wortes also auch evidenzbasiert.
  • Die kinesiologische Testung ist zu dem Hauptwerkzeug der AOE geworden. Ohne Kinesiologie ist die Durchführung der AOE kaum vorstellbar, es sei denn, der Anwender verfügt über besondere telepathische, intuitive und/oder spirituelle Fähigkeiten.

Diese Vortragsreihe – bestehend aus Theorie und Praxis –  sollte idealer Weise komplett werden!

Sonntag, 21.06.2020:

 V4 „Katzen und Phytotherapie – ein schwieriges Verhältnis“

Referentin: Dr. med. vet. Cäcilia Brendieck-Worm

Immer wieder wird die Frage gestellt, ob Phytotherapeutika auch für Katzen geeignet sind. Grundsätzlich kann man sagen: sie sind nur sehr eingeschränkt und mit besonderer Vorsicht bei Katzen einsetzbar.

Unverträglichkeiten sind bei Katzen nicht nur in der Phytotherapie, sondern bei jeglicher Pharmakotherapie besonders zu berücksichtigen. Die für die Entgiftung und Ausscheidung hauptverantwortliche Leber ist beim Fleischfresser Katze anders ausgerüstet als bei Omnivoren oder Herbivoren. Deshalb müssen wir uns bei jeder Arzneipflanze vergewissern, ob sie wirklich geeignet ist oder eher eine Ursache für Erkrankungen darstellt.

Das Wissen zu Stoffwechsel- und Entgiftungsreaktionen bei Katzen ist noch bruchstückhaft. In Bezug auf Phytotherapeutika muss uns klar sein, dass der reine Fleischfresser Katze keine „kostenintensiven“ Stoffwechsel- und Entgiftungsmöglichkeiten für pflanzliche Substanzen bereithält, mit denen er normalerweise keinen Kontakt hat. Die schlechte Akzeptanz von Phytotherapeutika bei der Katze hat deshalb vermutlich gute Gründe.

Vergleicht man den Arzneimittelmetabolismus der Katze mit dem von Hund und Mensch, so zeigt sich, dass alle Substanzen, die bei der Katze im Verhältnis zu Hund und Mensch eine lange Halbwertszeit haben, zu solchen gehören, die konjugiert werden müssen, um ausscheidbar zu werden. Bei der Katze sind die zur Konjugation von Phenolen, Alkoholen und den cyclischen, aromatischen Carbonsäuren essentiellen Enzyme im Mangel. Dadurch ist die Glucuronidierung, d.h. die Bildung wasserlöslicher, nierengängiger Glucuronsäure-Konjugate mit diesen Stoffen eingeschränkt. Sie lassen sich nur schwer ausscheiden.

Phenole und andere cyclische Verbindungen sind im Pflanzenreich weit verbreitet. Eingeschränkte Glucuronidierungsfähigkeit bedeutet: nach wiederholter Applikation von Pflanzen mit Phenolen und anderen cyclischen Verbindungen – seien es pflanzliche Nahrungsmittel oder therapeutisch genutzte Arzneipflanzen – ist bei der Katze eine für das Lebergewebe toxische Kumulation möglich.

Auch Diätfehler können schwerwiegende Konsequenzen für die Metabolisierung von Arzneipflanzen haben. Ein weiteres Problemfeld in Bezug auf die Phytotherapie der Katze sind ihre Eigenheiten im Fress- und Trinkverhalten.

V5 „Palliation mit Phytotherapie in der Tiermedizin – Fachkundige Begleitung sterbender Tiere und seiner Menschen“

Referentin: Dr. med. vet. Cäcilia Brendieck-Worm

Viele Tierbesitzer fühlen sich angesichts des nahen Endes ihres Tieres ratlos, hilflos und verzweifelt. Sie sind hin und hergerissen zwischen dem Angebot weiterer diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten und der Option, ihr Tier durch Euthanasie erlösen zu lassen. Ihnen (und auch ihrem Tierarzt) fällt es schwer, einzusehen, dass der Kampf gegen den Tod sinnlos geworden ist und das Tier nur noch belastet.

Die Entscheidung zur Euthanasie zu treffen ist jedoch nicht minder schwer und ruft oft Gewissensnöte und Schuldgefühle hervor. Es quält die Ungewissheit: Ist es noch zu früh oder muss mein Tier leiden, weil ich mich nicht entscheiden kann? Das Tier ist ein Teil der Familie, es ist ein Wesen, dessen Zuneigung man genießt. Es ist allen ans Herz gewachsen. Selten wird eine Entscheidung zur Euthanasie von allen Familienmitgliedern getragen. Es kann zu belastenden Spannungen in der Familie kommen. Der Tod ist unabwendbar, eine Euthanasie jedoch nicht.

Langsam wächst in unserer Gesellschaft das Bewusstsein, dass es zwischen dem Kampf gegen den Tod und der Euthanasie eine dritte Phase gibt: die Palliation.

In der Palliativmedizin steht die Bewältigung von Krisensituationen von unheilbar Kranken und Alten durch Lindern von Symptomen wie Schmerz, Atemnot, Erbrechen und Krämpfen im Fokus. Ergänzt wird sie durch die Palliativpflege rund um die Uhr. Palliation gelingt deshalb nur im Team, in Kooperation von Tierarzt, Tierheilpraktiker und Tierbesitzer.

Für den Tierbesitzer können die Einschränkungen der persönlichen Freiheit und die Last der Verantwortung am Lebensende des Tieres ganz erheblich werden und zu Überforderung und Angst vor dem Versagen in dieser emotional, physisch und psychisch belastenden Situation führen. Palliativmedizinische Betreuung umfasst deshalb auch empathische Beratung und Unterstützung des Tierbesitzers bei der Pflege seines Tieres. Der Tod – auch der eines geliebten Tieres, ist immer noch ein Tabu-Thema. Der Therapeut braucht Mut und Geschick, dieses angstbesetzte Thema anzusprechen. Es ist seine Aufgabe, dem Tierbesitzer zu helfen, in der aktuellen Lebenssituation die richtigen Entscheidungen zu finden. Er bietet Fürsorge ohne zu bevormunden. Je besser das gelingt, umso eher ist es zum Wohle des Tieres – aber auch zum Wohle des Tierbesitzers.

Wenn dieser in der Endphase der Mensch-Tier-Beziehung positive Erfahrungen machen darf, so bereichert das sein Leben und mindert seine Ängste vor dem eigenen Tod oder dem seiner Mitmenschen. Auch der Therapeut hat an diesem positiven Erleben seinen persönlichen Anteil.

Palliativmedizinische Betreuung eines Tieres schließt nicht aus, das Leid des Tieres durch Euthanasie zu beenden. Die Euthanasie bleibt eine Option zur Erlösung eines Tieres für den Fall, dass die therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen zu keiner akzeptablen Lebensqualität führen. Sind diese ausgeschöpft worden, so kann die Euthanasie des geliebten Tieres auch für seinen Menschen erlösend sein.

V9.1 + V9.2 „Homöopathische Mittel und Miasmen im Sinne unseres Zeitgeistes“

Referentin: Peggy Schmah (THP, HP)

Hahnemann war seiner Zeit voraus-  – was ist damit gemeint, was unterscheidet das Denken von damals und heute? Sprechen wir vom Zeitgeist, sind auch immer die Miasmen mit im Spiel. Sie drücken sich im vorherrschenden Denken aus.

Mit der Homöopathie lernen wir nicht weiter in linearen Strukturen „im entweder oder“ zu urteilen, sondern wir können in „sowohl als auch“ Kategorien wahrnehmen – oder ganz modern ausgedrückt, wir lernen in Systemen zu denken.

Wie wir das beim Tier individuell und auch in seiner miasmatischen Ausdrucksweise erkennen können, schauen wir uns anhand von Beispielen, Fällen und Arzneimittelbildern an.

Ist die Theorie vom ersten Teil ein wenig tiefer gesunken, beschäftigen wir uns mit der Praxis. In kleinen Arbeitsgruppen üben wir anhand von Fallbeschreibungen und Arzneimittelgruppen die „sowohl als auch“ Betrachtung. Hier kommt auch unser Repertorium und eine gute Materia Media zum Einsatz.

Diese Vortragsreihe sollte idealer Weise zusammengebucht werden!

V11.1 + V11.2 „Die Balancemethode in der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin“

Referent: Jörg Bothe (THP, HP)

Beschreibung folgt…

Diese Vortragsreihe sollte idealer Weise zusammengebucht werden!

Abschlussveranstaltung:

Beginn: 14.00 Uhr – Verabschiedung aller noch anwesenden Kongressteilnehmer – anschließend:

 „Heilungshindernis Tierbesitzer – wie Persönlichkeitsstrukturen naturheilkundliche Behandlung beeinflussen“

Referentin: Nicole Kremling (THP, HP)

Wie es nun schon Tradition ist, möchten wir die Veranstaltung mit so vielen Teilnehmer*innen gemeinsam abschließen. Zunächst wird Nicole Kremling zum Thema – das sie auch in einem Buch veröffentlicht hat – einen Vortrag halten. In langjähriger Praxiserfahrung hat sie die Beziehung zwischen Therapeut-Tier-Tierbesitzer genau beobachtet und sich die einzelnen Persönlichkeitsstrukturen gegenseitig beeinflussen. „Darf“ das Tier wirklich gesund werden? fragt die Therapeutin provokant in ihrem Buch. Oder kann es sein, dass ein Tier beispielsweise nicht gesund werden darf, weil für den Besitzer der Effekt des sich-kümmerns entfallen würde? Nicole Kremling hat viele Verflechtungen beobachtet und wird sie in ihrem Vortrag ansprechen.

Wieder werden wir am Ende des Vortrages der Abschlussveranstaltung über das Thema diskutieren und unser aller Erfahrungen zusammentragen.